Sonntag, 20. Dezember 2009
Nach dem Gipfel-Flop: Aigner will Waldklimafonds
Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner hebt nach dem Mini-Kompromiss beim UN-Gipfel von Kopenhagen die Notwendigkeit eines Waldklimafonds hervor. Die Konferenz habe gezeigt, wie wichtig die Erhaltung der Wälder für das Weltklima sei.
Ilse Aigner will mit deutschen Wäldern das globale Klima bei Laune halten.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
"Um die Leistungen unserer deutschen Wälder für den Klimaschutz zu verstärken und sie fit für den Klimawandel zu machen, benötigen wir einen Waldklimafonds, der mit 50 Millionen Euro jährlich aus dem Emissionshandel ausgestattet ist", sagte die CSU-Politikerin. Damit könne die Verbesserung der Kohlenstoffspeicherung in den Wäldern, etwa durch die Renaturierung von Waldmooren, vorangetrieben werden.
Durch den Klimawandel drohten auch den Wäldern zunehmend Dürren und Stürme, sagte Aigner. Deutschland verfügt über 11 Millionen Hektar Wald, der nachhaltig bewirtschaftet wird. Ilse Aigner: "Dadurch haben wir die höchsten Holzvorräte Europas aufgebaut. Sie speichern mittlerweile 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Jedes Jahr werden zusätzliche 17 Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gebunden."
dpa
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