Sonntag, 26. Oktober 2008
Palin zu "riskant" für Führung: Alaskas Zeitung will Obama
Die wichtigste Zeitung Alaskas möchte lieber Barack Obama im Weißen Haus sehen als die eigene Gouverneurin und republikanische Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin: Die "Anchorage Daily News" gab eine Wahlempfehlung für den demokratischen Kandidaten ab.
Es sei zu "riskant", wenn Palin nur "einen 72-jährigen Herzschlag von der Führung der freien Welt" entfernt sei, schrieb die Zeitung mit Blick auf das Alter des republikanischen Kandidaten John McCain. Palins Nominierung sei zwar ein "denkwürdiges Ereignis" und viele Bürger Alaskas seien stolz darauf, dass der eigene Bundesstaat derzeit so prominent vertreten sei. Lokalpatriotismus dürfe jedoch nicht alle andere Einschätzungen überdecken.
Die Zeitung hält auch McCain für ungeeignet. Er sei der falsche Kandidat in einer kritischen Zeit, schrieb die Zeitung mit Blick auf die Finanzkrise. Mit Obama würde demnach "weit mehr Hoffnung" ins Weiße Haus einziehen. In den vergangenen Tagen hatten bereits renommierte Zeitungen wie die "New York Times", die "Washington Post" und die "Los Angeles Times" empfohlen, bei der Wahl am 4. November für Obama zu stimmen.
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