Dienstag, 15. September 2009
Joe Biden in Bagdad: Angriff auf die "grüne Zone"
Während eines Überraschungsbesuchs von US-Vizepräsident Joe Biden im Irak sind in der Nähe der US-Botschaft in Bagdad vier Mörsergranaten eingeschlagen. Zwei von ihnen detonierten rund hundert Meter vom Botschaftsgebäude entfernt in der streng bewachten "grünen Zone" in der irakischen Hauptstadt. Biden wollte während seines Besuchs Politiker treffen und die US-Truppen besuchen.
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen war zunächst unklar, ob sich Biden zum Zeitpunkt der Vorfälle in der US-Botschaft aufhielt. Der US-Vizepräsident war erst wenige Stunden zuvor in Bagdad zu einem Kurzbesuch eingetroffen. Er wollte den irakischen Präsidenten Dschalal Talabani, Ministerpräsident Nuri al Maliki und weitere ranghohe Politiker des Landes treffen. Nach Angaben seines Büros waren auch Gespräche mit Vertretern der UN-Mission im Irak geplant.
Es handelt sich um den dritten Besuch Bidens im Irak in diesem Jahr. Er war bereits im Januar und im Juli dort gewesen. Biden wurde von Präsident Barack Obama mit der Aufgabe betraut, die Aussöhnung im Irak vor dem Hintergrund des bis Ende 2011 geplanten Abzugs der US-Streitkräfte voranzubringen. Derzeit sind 128.000 US-Soldaten im Irak stationiert.
AFP
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