Fünf Polizisten getötetAnschläge in Tschetschenien
Bei einer Serie von fünf Selbstmordanschlägen sind in der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden.
Nach Angaben der Behörden fuhren die männlichen Attentäter mit Fahrrädern gezielt auf Angehörige der Sicherheitskräfte zu und sprengten sich in die Luft. Das meldete die Agentur Interfax. Dabei seien innerhalb einer halben Stunde auch mehrere Menschen verletzt worden, die vor einem Café saßen. Dem Vernehmen nach starben auch die Attentäter. "Das professionelle Verhalten anderer Polizisten hat eine höhere Opferzahl verhindert", sagte der tschetschenische Innenminister Ruslan Alchanow.
In der benachbarten Republik Inguschetien wurde ebenfalls in der Hauptstadt Nasran ein Polizist von Aufständischen erschossen. Erst am Montag waren bei einem Selbstmordanschlag in Nasran mindestens 25 Menschen und mehr als 200 verletzt worden. Ein islamistischer Untergrundkämpfer hatte vor dem Polizeihauptquartier einen mit 400 Kilogramm beladenen Kleinlaster explodieren lassen.
Moskau: Mit Terroristen fackelt man nicht lange"
Die Gewalt zwischen russischen Einheiten und den islamistischen Rebellen hat deutlich zugenommen. Dabei starben zuletzt auch hochrangige Staatsbeamte und Menschenrechtler. Die Untergrundkämpfer streben eine Loslösung von Moskau und ein "Kaukasus-Emirat" an.
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat nach dem Terroranschlag im Nordkaukasus kündigte rief erst in dieser Woche zur Vernichtung der Rebellen in der Konfliktregion auf. "Mit Terroristen fackelt man nicht lange. Man liquidiert sie emotionslos, sonst hat man nie Erfolg", sagte Medwedew.