Politik

Massaker im SüdsudanBewaffnete töten 3000 Menschen

06.01.2012, 13:24 Uhr
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Tausende Menschen aus dem Dorf Pibor müssen nach dem Überfall der Lou Nuer fliehen. (Foto: REUTERS)

Ein halbes Jahr nach der Unabhängigkeit reißt die Welle der Gewalt zwischen verschiedenen Volksgruppen im Südsudan nicht ab. Bei einem Angriff auf ein Dorf metzeln Mitglieder eines Stammes 3000 Menschen nieder.

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Südsudan sind nach örtlichen Behördenangaben in der vergangenen Woche mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Darunter befänden sich fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950 Männer, sagte der Verwaltungschef der Region Pibor, Joshua Konyi. "Es gab Massentötungen, ein Massaker", fügte er hinzu.

Rund 6000 bewaffnete junge Männer vom Stamm der Lou Nuer waren in der vergangenen Woche in das Dorf Pibor in der Unruheprovinz Jonglei eingedrungen, das von Angehörigen der Murle bewohnt wird. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Krankenhaus der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

Grund für den Angriff waren angebliche Viehdiebstähle der Murle. Die Vereinten Nationen sprachen anschließend lediglich von hunderten Toten.

Quelle: AFP