Politik

Nach acht Jahren GuantánamoBin Ladens Koch sagt aus

08.07.2010, 13:43 Uhr

Osama bin Ladens ehemaliger Koch bekennt sich vor dem US-Militärtribunal in Guantánamo der Verschwörung mit Al-Kaida schuldig. Der Sudanese gibt zu, die Extremistenorganisation bei Kampfhandlungen gegen die USA unterstützt zu haben.

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Die Gerichtszeichnung zeigt Ibrahim Mohammed Al-Qosi. (Foto: dpa)

Der ehemalige Koch von Osama bin Laden hat sich vor einem Militärtribunal in Guantánamo der Verschwörung schuldig bekannt. Der heute 50-jährige Ibrahim Mohammed Al-Qosi habe zugegeben, Ende der 90er Jahre Terroristenchef Bin Laden in afghanischen Al-Kaida-Lagern unterstützt zu haben. Es handelte sich dabei um "logistische Hilfen", teilte das US-Verteidigungsministerium mit.

Durch das Schuldbekenntnis vermeidet der Angeklagte einen Prozess und erreicht vermutlich eine mildere Strafe. Das Strafmaß wird nach Angaben des Pentagons im August festgesetzt. Da der Angeklagte bereits seit mehr als acht Jahren in dem Gefangenenlager auf Kuba festgehalten wird, könnte er nach der Urteilsverkündung freigelassen werden. Aber auch eine lebenslange Haftstrafe ist möglich.

Es wäre die erste Verurteilung in Guantánamo auf Kuba seit Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama, der die weltweit kritisierten Militärtribunale zunächst ausgesetzt hatte. Zugleich hatte Obama zum Amtsbeginn im Januar 2009 die Schließung des Lagers innerhalb eines Jahres versprochen. Der aus dem Sudan stammende Angeklagte wurde 2001 in Afghanistan festgenommen.

Quelle: rts/dpa