Politik

Einsatz für SprachförderungBund plant Bildungshilfe

10.12.2009, 08:44 Uhr

Noch immer ist unklar, ob die unionsregierten Länder im Bundesrat dem umstrittenen Wachstumsbeschleunigungsgesetz zustimmen werden. Laut einem Medienbericht ist der Bund nun offenbar zu Zugeständnissen an die Länder bereit.

ta
Bei der Sprachförderung von Kindern will der Bund den Ländern offenbar entgegenkommen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Bundesregierung will den Ländern laut einem Zeitungsbericht konkrete Hilfen für die Bildungspolitik anbieten. Das gehe aus den internen "Eckpunkten für ein Verhandlungsangebot des Bundes" für den Bildungsgipfel am kommenden Mittwoch hervor, berichtete die Zeitung "Financial Times Deutschland".

Demnach schlägt der Bund unter anderem vor, die Länder bei der Sprachförderung von Kindern zu unterstützen. "Der Bund ist dabei bereit, für jedes Kind, das entsprechenden Bedarf hat, die Hälfte der Kosten der Sprachförderung vor der Einschulung zu übernehmen", zitierte die "FTD" aus dem Papier.

Mehr Förderung für leistungsschwache Jugendliche

Bis Sommer 2010 wolle der Bund zudem mit den Ländern ein Konzept für "lokale Bildungsbündnisse" entwickeln, um leistungsschwache Jugendliche individuell zu fördern, hieß es in dem Bericht. Der Bund biete jedem Land auch die Einrichtung eines "Kompetenzzentrums für Lehrerbildung" an.

Zur Verbesserung der Lehre an den Hochschulen stelle die Bundesregierung den Ländern überdies ein "Qualitäts- und Mobilitätspaket" in Aussicht. Noch offen sei, wie der Bund den Ländern das Geld zukommen lasse, die eigentlich für diese Aufgabenfelder zuständig seien.

Die konkreten Maßnahmen sollten im Herbst 2010 anlaufen, berichtete die Zeitung. Das Papier dient demnach der Vorbereitung des Bildungsgipfels von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. In den unionsregierten Ländern wird spekuliert, dass die Zustimmung zum umstrittenen Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit Bildungszuschüssen des Bundes verknüpft werden könnte.

Quelle: AFP