"Althea"-Mission verlängertBundeswehr bleibt in Bosnien
Um die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Bosnien zu stabilisieren, wird die Bundeswehr ein sechstes Jahr in dem Land stationiert bleiben - allerdings mit deutlich weniger Soldaten als bisher.
Die Bundeswehr wird weiterhin in Bosnien-Herzegowina stationiert bleiben. Mit großer Mehrheit verlängerte der Bundestag den bereits seit fünf Jahren laufenden Einsatz im Rahmen der europäischen Mission "Althea". Künftig sollen in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik aber nur noch bis zu 900 deutsche Soldaten im Einsatz sein.
Für die Verlängerung der Mission stimmten 497 von 571 Abgeordneten. Dagegen votierten 66 Parlamentarier. Als einzige Partei lehnte die Linke die Mission ab. Bislang galt eine Höchstgrenze von 2400, die aber zuletzt bei weitem nicht ausgeschöpft wurde. Die tatsächliche Höchststärke erreichte das deutsche Kontingent 2005 mit rund 1100 Soldaten.
Derzeit sind in Bosnien-Herzegowina noch etwa 2000 internationale Soldaten im Einsatz, davon 120 Soldaten der Bundeswehr. Die Kosten des Einsatzes werden für die nächsten zwölf Monate auf etwa 13 Millionen Euro geschätzt. Die Mission "Althea" der Friedenstruppe EUFOR (European Union Force) sichert den Vertrag von Dayton ab, der 1995 das Ende des Krieges in Bosnien-Herzegowina und Kroatien besiegelte.