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(Foto: AP)

Vor allem Western Union betroffen: CIA sammelt Daten über Geldtransfers

Während die Vereinigten Staaten bemüht sind, die Beziehungen zu Deutschland nach der Aufregung um die NSA-Ausspähaffäre wieder zu normalisieren, sorgen weitere Berichte über einen großangelegten Datenmissbrauch für Aufregung: Diesmal steht die CIA im Fokus.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll über Jahre hinweg massenweise Daten internationaler Geldtransfers gesammelt haben. Die CIA greife insgeheim die Daten von Überweisungen durch Dienstleister wie Western Union in und aus den USA ab, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und frühere Beamte. Demnach basiert das Programm auf demselben Gesetz, dass es dem US-Geheimdienst NSA erlaubt, auf die Verbindungsdaten von Telefonanrufen zuzugreifen.

Das Programm solle vom "Patriot Act" gedeckt sein und wird von dem Geheimgericht Foreign Intelligence Surveillance Court überwacht. Beamte sagten, das Programm umfasse weder Geldtransfers innerhalb der USA noch Überweisungen zwischen Banken. Die befragten Beamten betonten, es sei eine Verbindung zu einer Terrororganisation notwendig, um überwacht zu werden. Zudem würden die Daten nach einigen Jahren wieder gelöscht. Für die Telefonüberwachung gelten ähnliche Regeln.

Weitere Enthüllungen könnten folgen

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf mehrere Geheimdienstmitarbeiter von weiteren geheimen Programme zur Datensammlungen - die jedoch noch nicht bekannt seien. "Die Geheimdienstgemeinde sammelt Datenmassen auf mehrere Weisen unter verschiedenen Behörden", sagte ein Beamter.

Eine Sprecherin von Western Union ging nicht direkt auf die Frage ein, ob sie gezwungen seien, massenweise Verbindungsdaten preiszugeben. Sie sagte jedoch, ihre Firma komme ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur Bereitstellung von Informationen nach. Das Unternehmen bietet wie sein Konkurrent MoneyGram internationale Finanztransfers an. Dabei zahlt etwa ein Absender in einer Filiale einen Geldbetrag ein, der vom Empfänger in jeder beliebigen Niederlassung weltweit abgeholt werden kann.

Die Diskussion über die Spähprogramme kam in diesem Jahr mit den Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden auf. Nach den von ihm veröffentlichten Unterlagen geht die Überwachung viel weiter als bislang angenommen. Die US-Regierung und viele Kongressabgeordnete haben die Aktionen verteidigt. Diese seien für die Sicherheit der USA und vor allem zur Terrorabwehr notwendig.

Quelle: n-tv.de

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