Montag, 07. September 2009
Al Kaida wollte in Nairobi zuschlagen: Clinton entgeht Anschlag
August 2009, Kenia, Nairobi: Radikalislamische Terroristen planen während des Besuchs von US-Außenministerin Clinton mehrere Anschläge. Unter anderem sollte ein Sprengsatz in Clintons Hotel gezündet werden.
Clinton spricht mit Landwirtschaftsminister Ruto über das Ernährungsprogramm Kenias.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Kenianische Sicherheitsexperten sind nach einem Bericht der "Sunday Nation" den Terroristen bereits während der Planungsphase in Somalia auf die Spur gekommen. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden, unter ihnen eine Frau und ein Mann mit dänischem Pass, der für einen Somalier gehalten werde. Die übrigen Verdächtigen hatten gefälschte kenianische Dokumente.
Unter anderem sollte ein Sprengsatz in Clintons Hotel gezündet werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen ranghohen Sicherheitsexperten. "Al Kaida wollte im Herzen Nairobis zuschlagen", hieß es.
Zwei weitere Bomben sollten während der Hauptverkehrszeit an einer Bushaltestelle und einem angrenzenden Hotel explodieren, hieß es. Hinter den Anschlagsplänen habe die somalische Al Schabab-Miliz gesteckt, die von den USA als Terrororganisation mit Verbindungen zu Al Kaida eingestuft wird.
Vorwurf des Verrats
Clinton war während ihres Besuchs in Kenia mit Sheik Sharif Ahmed, dem Präsidenten der somalischen Übergangsregierung, zusammengetroffen. Al Schabab und andere radikalislamische Gruppen werfen dem gemäßigten Islamisten Verrat und einen zu westlichen Kurs vor.
Im August 1998 waren bei einem Sprengstoffanschlag auf die US- Botschaft in Nairobi fast 250 Menschen getötet und knapp 5000 verletzt worden. Der Anschlag gilt als der erste große Al Kaida-Terroranschlag.
dpa
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