Zu Hause wartet das VolkDiktator Kim verlässt China

Seine Auftritte bleiben rätselhaft. Nordkoreas Machthaber Kim verlässt offenbar still und leise die Volksrepublik China wieder. Sinn, Zweck und Details seines Kurzbesuchs? Fehlanzeige.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hat nach südkoreanischen Angaben seinen Besuch in China beendet. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, verließ der gepanzerte Spezialzug des nordkoreanischen Staatschefs die Stadt Harbin im Nordosten Chinas in Richtung der Grenze zu Nordkorea. Die südkoreanische Zeitung "JoongAng Ilbo" berichtete unter Berufung auf einen Vertreter in Harbin, dass Kim Jong Il von seinem jüngsten Sohn Kim Jong Un, der als sein wahrscheinlicher Nachfolger gilt, begleitet wurde.
Kim Jong Il war Berichten aus Seoul zufolge am Donnerstag in China eingetroffen. Dabei soll der 68-jährige auch Chinas Präsident Hu Jintao getroffen haben. Die Reise stand wie gewöhnlich unter strengster Geheimhaltung, weder die Staatsmedien in China noch in Nordkorea berichteten über die Reise. Der Besuch in China wurde als Versuch Kims gewertet, in seinem verbündeten Nachbarland für Unterstützung für seinen Sohn Kim Jong Un zu werben. Spekulationen über die Nachfolgeregelung Kim Jong Ils halten sich hartnäckig, seit der nordkoreanische Staatschef laut Medieninformationen im August 2008 einen Schlaganfall erlitt.