Außenspiegel demoliertDöring muss 1500 Euro zahlen
Für FDP-Generalsekretär Döring nimmt die "Außenspiegel-Affäre" ein glimpfliches Ende: Er muss 1500 Euro zahlen und das war's. Die Frage, ob der Bundestagsabgeordnete einen "lauten Knall" bemerkt hat und trotzdem weitergefahren ist, bleibt unbeantwortet.
Der designierte FDP-Generalsekretär Patrick Döring muss wegen Fahrerflucht eine Geldbuße von 1500 Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft Hannover stellte das Verfahren gegen den Politiker gegen Zahlung der Strafe ein, sagte die Sprecherin der Anklagebehörde, Irene Silinger.
"Das ist eine absolut normale Vorgehensweise bei einem nicht vorbelasteten Bürger und bei einer derart geringen Schadenshöhe", betonte Oberstaatsanwältin Silinger.
Döring hatte Mitte November in der Nähe seines Hauses in Hannover mit seinem Privatwagen den Außenspiegel eines anderen Autos demoliert und war anschließend weitergefahren. Er hatte erklärt, er habe nicht wahrgenommen, dass er mit seinem Fahrzeug den anderen Wagen beschädigt hatte.
Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, es gebe Indizien, dass Döring "den Zusammenstoß bemerkt hat und dennoch die Unfallstelle verlassen hat". Zeugen hätten die Situation beobachtet und sich das Kennzeichen notiert. Döring habe nach dem "lauten Knall" zunächst gestoppt, seinen eigenen Außenspiegel wieder gerichtet und sei dann wieder losgefahren.
"Ich bin mir keines Vergehens bewusst", sagte Döring der "Welt am Sonntag" vom 18. Dezember. Zwei Tage zuvor hatte er erklärt, er wolle sich auf Anraten seines Rechtsanwalts nicht mehr öffentlich zu dem Thema äußern.