Dienstag, 15. Februar 2011
Islamisten aus Deutschland: Dutzende besuchen Terrorcamps
Der Innenstaatssekretär stellt klar: Mehr als 200 Islamisten aus Deutschland besuchten Terrorcamps am Hindukusch. Dutzende absolvierten dabei eine paramilitärische Ausbildung. Mehr als 100 sind nun zurück in Deutschland. Viele der Islamisten haben offenbar einen Migrationshintergrund.Rund 220 mutmaßliche Islamisten aus Deutschland oder mit Deutschlandbezug haben nach Angaben von Innenstaatssekretär Ole Schröder Terrorcamps am Hindukusch besucht. Rund die Hälfte sei zurück in der Bundesrepublik, sagte der CDU-Politiker beim Europäischen Polizeikongress in Berlin. Bei 70 der 220 Islamisten gebe es Hinweise darauf, dass sie eine paramilitärische Ausbildung in Pakistan oder Afghanistan absolviert hätten.
Dem Thema Migration komme im Rahmen des internationalen islamistischen Terrorismus eine besondere Bedeutung zu, sagte Schröder. Ein Migrationshintergrund und die häufig vorhandene doppelte Staatsbürgerschaft erleichtere es radikalisierten Anhängern, über die Grenzen zu reisen und sich den Ermittlern zu entziehen. "Natürlich dürfen wir Zuwanderer und ihre Nachfahren nie unter einen Generalverdacht stellen, dennoch handelt es sich beim islamistischen Terrorismus um ein mit Migration verbundenes Phänomen", sagte er.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte Mitte November vor möglichen Anschlägen islamistischer Terroristen in Deutschland gewarnt. Anfang Februar ließ er die Sicherheitsmaßnahmen wieder zurückfahren, wobei er aber keine Entwarnung gab
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Neue Lyrik über Griechenland
Spott ergießt sich über Grass
-
Wieder tote Zivilisten in Afghanistan
Nato-Bomben töten Familie
-
Umstrittenes Atomprogramm
Iran baut zweites AKW
-
Mehr als 30 tote Kinder
Massaker sorgt für Empörung
-
Rückbau der Atomruine dauert 30 Jahre
Abklingbecken sicher vor Beben
-
Anerkennung von Gesundheitsschäden
SED-Opfer warten jahrelang
-
Idealer SS-Mann und blonde Bestie
Aufstieg und Tod des Reinhard Heydrich
-
Deutsche Interessen vernachlässigt?
Steinbrück: Kanzlerin vereinsamt
-
Zustimmung zum Fiskalpakt
Schwarz-Gelb macht Druck
-
Eintrag in Flensburg
Ramsauer verschärft Punkte
-
Unregelmäßigkeiten in Ägypten
Sabahi will die Wahl anfechten
-
Einkäufe für die Rüstung
De Maizière droht Industrie