Sonntag, 26. August 2007
Traditionelles Familienbild: Eher Frauen wählen rechts
Frauen in Deutschland neigen nach einer Umfrage überraschenderweise eher als Männer dazu, Parteien am rechten Rand zu wählen. Laut einer Emnid-Umfrage können sich 14 Prozent der Frauen vorstellen, bei der nächsten Landtagswahl in ihrem Bundesland für eine Partei rechts von der Union zu stimmen. Unter den Männern sind es 9 Prozent.
Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner: "Das ist überraschend und wurde so noch nicht gemessen. Frauen neigen normalerweise nicht so stark dem rechten Spektrum zu. Eine Erklärung könnte sein: Konservative Frauen, die einem traditionellen Familienbild anhängen, sind von der modernen Familienpolitik der Union enttäuscht. Manche gehen gar nicht mehr wählen, andere wenden sich Parteien am rechten Rand zu."
Insgesamt können sich 12 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der nächsten Wahl in ihrem Bundesland eine Partei rechts der Union - also etwa NPD, DVU oder Republikaner - zu wählen. In den alten Bundesländern sind es 11 Prozent, in den neuen 15 Prozent.
In Niedersachsen und Hessen - dort finden im Januar die nächsten Landtagswahlen statt - erwägen 11 beziehungsweise 12 Prozent der Befragten, eine Rechtspartei zu wählen. In Sachsen, wo die NPD bei der Landtagswahl 2004 bereits auf 9,2 Prozent kam, können sich 14 Prozent vorstellen, 2009 für eine Partei rechts der Union zu stimmen.
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