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Politik

Montag, 07. Dezember 2009

"Ein technisches Problem": Einige zahlen mehr Steuern

Wer von Mehrbelastungen betroffen ist, kann sich die Steuern nur über eine Steuererklärung im Folgejahr zurückholen, sagt Holznagel.

Wer von Mehrbelastungen betroffen ist, kann sich die Steuern nur über eine Steuererklärung im Folgejahr zurückholen, sagt Holznagel.
(Foto: dpa)

Etliche Beschäftigte müssen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung trotz Steuerentlastungen im Jahr 2010 mehr Steuern bezahlen als bisher. Die Mehrbelastung beträgt je nach Einkommenshöhe bis zu 9,16 Euro im Monat, meldet die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt).

"Es handelt sich hier um ein technisches Problem, das aus unserer Sicht vollkommen unverständlich ist, denn das Bundesfinanzministerium kann hier ganz schnell einlenken, indem die Berechnungsformel für den Lohnsteuerabzug geändert wird", sagte BdSt-Haupgeschäftsführer Reiner Holzapfel bei n-tv.

 
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Das Problem liege darin, dass eine Günstigerprüfung herausgefallen sei, so Holzapfel. "Insofern zahlen Steuerzahler in diesem Niedriglohnsektor wirklich mehr Steuern im nächsten Jahr." Allerdings ist das Geld nicht verloren: "Die Steuerzahler sind dann angehalten, am Jahresende eine Steuererklärung abzugeben, damit sie auch wirklich übers Jahr gerechnet weniger Steuern bezahlen." Das Problem, so Holzapfel: "Die Steuerzahler gewähren damit dem Staat einen zinslosen Kredit."

Betroffen sind demnach vor allem kinderlose Arbeitnehmer mit Steuerklasse III und einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 1685 und 2700 Euro. Auch Alleinerziehende mit einem Kind (Steuerklasse II) und einem monatlichen Bruttolohn zwischen 1020 und 1200 Euro müssen mit Mehrbelastungen von bis zu 3,25 Euro pro Monat rechnen.

n-tv/dpa

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