Niebel fusioniert AgenturenEntwicklung wird ökonomisch

Außenreferenten des Entwicklungshilfeministeriums sollen in deutschen Wirtschaftsverbänden für die Arbeit des Ministeriums werben. Dies geht aus dem geplanten Plänen von Ressortchef Niebel hervor, der gleichzeitig die deutschen Entwicklungshilfeagenturen fusionieren will.
Die geplante deutsche Entwicklungsagentur soll verstärkt mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Geplant sei, etwa 20 Außenreferenten zu den großen Wirtschaftsverbänden zu schicken, um dort für die deutsche Entwicklungsarbeit zu werben, sagte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) in Berlin. Wer die beste Lösung für ein Problem biete, mit dem werde zusammengearbeitet.
Niebel will aus den drei bestehenden Entwicklungsorganisationen GTZ, ded und Inwent eine einzige mit dem Namen "Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit" machen. Am 7. Juli beschließt das Bundeskabinett die Zusammenlegung formell. Betroffen sind etwa 16.000 Mitarbeiter. Trotz Fusion werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, versprach Niebel.
Die Fraktion der Linkspartei lobte die Reform zwar als "Schritt in die richtige Richtung". Sie forderte aber, die strukturellen Neuerungen von Anfang an mit einer politischen Neuausrichtung der Entwicklungspolitik zu verknüpfen.