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Montag, 28. Dezember 2009

Augenzeugen: Abdulmutallab traf Mann: Ermittler suchen Komplizen

Der mutmaßliche Attentäter Adbulmutallab.

Der mutmaßliche Attentäter Adbulmutallab.
(Foto: Reuters)

Nach dem vereiteltem Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug prüfen die Ermittler, ob der mutmaßliche Täter einen Komplizen hatte. Die niederländische Militärpolizei gehe derzeit Angaben von Mitreisenden nach, wonach der Nigerianer vor dem Abflug am Amsterdamer Flughafen mit einem anderen Mann gesehen wurde, sagte ein Sprecher. Es habe sich um einen großen, gut gekleideten etwa 50-Jährigen gehandelt. Er habe sich dafür eingesetzt, dass der Attentäter auch ohne Pass an Bord der Maschine der Northwest Airlines nach Detroit gelassen werde.

Die Militärpolizei hatte bereits erklärt, der Nigerianer sei nach seiner Ankunft aus dem nigerianischen Lagos nicht durch die Passkontrolle gegangen. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass er vor dem Einstieg in das Flugzeug in die USA nicht an einer anderen Stelle kontrolliert worden sei.

 
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Untersuchungen in Großbritannien

Die britischen Ermittler suchen nach Gesinnungsgenossen und möglichen Komplizen des Täters in Großbritannien. Die Sicherheitsbehörden glauben laut Medienberichten, dass Umar Faruk Abdulmutallab während seines dreijährigen Studiums in London Kontakte zu anderen Extremisten aufgenommen haben könnte. Demnach bestehe auch der Verdacht, dass der Nigerianer seine Terrorattacke ursprünglich von Großbritannien aus starten wollte, was wegen eines verweigerten Visums dann aber nicht möglich gewesen sei.

Wie die Zeitung "The Independent" berichtete, wollte der Nigerianer nach seinem Londoner Maschinenbau-Studium einen anderen halbjährigen Studienkurs besuchen, der im September dieses Jahres begonnen hätte. Nach seinen ursprünglichen Plänen hätte er also zur Zeit des versuchten Anschlags in Großbritannien gelebt. Die Behörden verweigerten aber das Visum, auch weil sie die Seriosität der Hochschule bezweifelten, die sich der 23-Jährige ausgesucht hatte.

dpa/rts

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