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Politik

Mittwoch, 20. Januar 2010

Südkorea will Angriff zuvorkommen: Erstschlag als Option

Südkorea muss nach den Worten von Verteidigungsminister Kim Tae Young im Fall eines drohenden Atomangriffs durch Nordkorea zu einem militärischen Erstschlag bereit sein. Nach einem Nuklearangriff wäre es für eine solche Reaktion zu spät und der Schaden zu groß, sagte Kim bei einem Seminar in Seoul. Südkorea müsste Nordkorea "sofort angreifen, falls wir entdecken, dass es klare Absichten für einen Angriff mit Nuklearwaffen hat", wurde der Minister von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Kim fordert einen sofortigen Angriff, um das Land zu schützen.

Kim fordert einen sofortigen Angriff, um das Land zu schützen.
(Foto: REUTERS)

Kims Warnung kam fünf Tage, nachdem Nordkorea dem Nachbarland mit dem Abbruch aller Kontakte und einem "heiligen Vergeltungskrieg" gedroht hatte. Das kommunistische Land reagierte damit auf Berichte, wonach die Regierung in Seoul einen Aktionsplan für den Fall eines Zusammenbruchs des Regimes in Pjöngjang erarbeitet hat. Ungeachtet der Drohung trafen sich Vertreter beider Länder den zweiten Tag in Folge in Kaesong, um über eine Verbesserung des gemeinsamen Industrieparks in der nordkoreanischen Grenzstadt zu beraten.

Kim Tae Young hatte nach südkoreanischen Medienberichten bereits vor zwei Jahren, als er noch Vorsitzender des Generalstabs war, ähnliche Bemerkungen über einen möglichen Präventivschlag gemacht, durch den Südkorea einem eventuell bevorstehenden Atomangriff durch Nordkorea zuvorkommen müsste. Nordkorea hatte damals mit der Zerstörung des Nachbarstaates gedroht.

dpa

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