Mittwoch, 09. Juni 2010
Schwarzenegger-Nachfolge: Ex-Ebay-Chefin siegt bei Vorwahl
Das Rennen um die Nachfolge des kalifornischen Gouverneurs Schwarzenegger ist eröffnet. Die frühere Ebay-Chefin Whitman setzt sich bei parteiinternen Vorwahlen der Republikaner in Kalifornien klar durch. Sie tritt im November gegen den kalifornischen Justizminister Brown an, der für Demokraten startet.Bei den Vorwahlen der US-Republikaner haben sich zwei ehemalige Unternehmerinnen durchgesetzt. Die frühere Ebay-Chefin Meg Whitman wurde als Kandidatin für die Gouverneurswahl im Bundesstaat Kalifornien gewählt, Ex-Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina wurde als Kandidatin für einen Senatsposten aufgestellt. Im November werden alle US-Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren neu bestimmt.
Die 53-jährige Whitman könnte als erste Frau Gouverneurin des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates Kalifornien werden, Amtsinhaber Arnold Schwarzenegger darf bei der Wahl im November nicht mehr antreten. Whitman besiegte ihren Rivalen Steve Poizner deutlich mit einem Stimmenanteil von 65 Prozent. Ihr Gegner bei der Gouverneurswahl ist Politikveteran Jerry Brown, der den ersten Ergebnissen zufolge die Vorwahlen bei den Demokraten klar für sich entschied.
Whitman punktete im Wahlkampf vor allem durch ihre Wirtschaftserfahrung. In den zehn Jahren als Chefin des Internet-Auktionators Ebay von 1998 bis 2008 hatte sie das Unternehmen von einem kleinen Online-Laden mit 30 Mitarbeitern zum globalen Marktführer mit 15.000 Angestellten und Milliardenumsatz gemacht. Für den Vorwahlkampf hatte die Milliardärin 71 Millionen Dollar aus ihrem Privatvermögen ausgegeben.
Fiorina will in den Senat
Als republikanische Kandidatin für einen kalifornischen Senatsposten setzte sich die frühere HP-Chefin Fiorina ebenfalls deutlich durch. Die 55-Jährige will bei der Wahl im November die langjährige kalifornische Senatorin Barbara Boxer von der demokratischen Partei ablösen. Um die Zustimmung des sozial-konservativen Lagers ihrer Partei zu erhalten, hatte Fiorina ihre Ablehnung von Abtreibungen und Homo-Ehen bekräftigt.
Bei den Demokraten im Bundesstaat Arkansas wurde Senatorin Blanche Lincoln erneut aufgestellt. Sie besiegte ihren Herausforderer Bill Halter mit 51,9 Prozent der Stimmen. Bei den Senatswahlen gilt aber ihr republikanischer Rivale John Boozman als Favorit.
In Nevada wurde die Republikanerin Sharron Angle für die Senatswahl nominiert. Sie will dem demokratischen Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, den Sitz abnehmen. Angle gilt jedoch als Außenseiterin, die dem populären Reid kaum gefährlich werden kann.
Im Bundesstaat South Carolina errang die Republikanerin Nikki Haley, die von der ehemaligen Kandidatin um das US-Vizepräsidentenamt, Sarah Palin, unterstützt worden war, nicht die notwendige Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen für eine Senatskandidatur. Sie tritt daher am 22. Juni erneut gegen ihren Rivalen Gresham Barrett an, der im ersten Wahlgang nur 21 Prozent der Stimmen erhalten hatte.
AFP/dpa
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