Mittwoch, 12. September 2007
Gewalt in Tschetschenien: Frauen sind an allem Schuld
In Tschetschenien müssen Beamtinnen künftig das islamische Kopftuch tragen. Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow teilte mit, Frauen, die sich nicht an die Regel hielten, drohe die Entlassung. "Ich bin ein Muslim, ich respektiere tschetschenische Traditionen und ich bin stolz darauf" begründete Kadyrow die Vorschrift.
Er beschuldigte Frauen zudem, die Ursache sämtlicher Verbrechen in der russischen Teilrepublik zu sein, da sie die Männer dazu einluden, Sex mit ihnen zu haben.
In Tschetschenien sind Ehrenmorde keine Seltenheit, immer wieder werden Frauen von ihrer Familie getötet, weil sie angeblich Schande auf diese gebracht haben. Weitaus häufiger werden jedoch Männer zum Ziel erklärt. "Das erschwert nur die Arbeit der Polizei", sagte Kadyrow.
Die Kopftuch-Regel dürfte bei der Regierung in Moskau auf Widerstand stoßen, da russisches Recht die Trennung von Staat und Religion sowie die Gleichheit der Geschlechter vorsieht. Kadyrows hartes Durchgreifen und der Personenkult um den Politiker wird von den russischen Behörden mit Argwohn betrachtet. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Kadyrow - ein Protege von Präsident Wladimir Putin - Konsequenzen fürchten muss.
Bilderserien zur Nachricht
Politik
-
Zwickauer Terror-Zelle
BKA soll Daten gelöscht haben
-
Sieg bei Konservativen-Konferenz, Santorum Zweiter
Romney gewinnt CPAC-Wahl
-
US-Haushalt 2013
Obama will Geld von Reichen
-
Regime verstärkt Angriffe auf Homs
Al-Kaida sickert in Syrien ein
-
Chemie hilft beim Lernen
Hunderttausende Kinder gedopt
-
Ramsauers Reformpläne
Keine Amnestie für Punktesünder
-
Adolf Sauerland droht die Abwahl
Aus für den Unsichtbaren?
-
Arbeit an Lebenserwartung anpassen
Forscher erwarten Rente mit 72
-
"Wir haben Videos aus seiner Unizeit."
Radikaler droht Obama
-
"Wir haben Videos aus seiner Unizeit"
Radikaler droht Obama
-
"Klare Verhältnisse"
Seehofer setzt auf Lagerwahlkampf
-
Kleine Nettigkeiten für Politiker
Strengere Regeln gefordert
