Samstag, 28. März 2009
US-Vorwürfe gegen Pakistan: Geheimdienst unterstützt Taliban
Mitarbeiter des pakistanischen Geheimdienstes unterstützen der US-Armee zufolge das Terrornetzwerk El Kaida und die radikalislamischen Taliban. "Es gibt ganz klar Hinweise, dass das der Fall ist", antwortete US-Generalstabschef Michael Mullen dem Fernsehsender CNN auf entsprechende Fragen.
Mullen bestätigte damit einen Bericht der "New York Times". Diese hatte berichtet, die Geheimdienstler unterstützten die Taliban im benachbarten Afghanistan aktiv im Kampf gegen die Regierung in Kabul, und zwar mit Geld, Waffen und strategischer Beratung. Das "Wall Street Journal" hatte zudem berichtet, die pakistanischen Agenten seien über US-Drohnen-Einsätze im Grenzgebiet informiert.
Dem pakistanischen Geheimdienst ISI wird immer wieder vorgeworfen, seine noch aus der Zeit des Kalten Krieges herrührenden Verbindungen mit islamistischen Gruppen nicht kappen zu wollen. Indien hat den ISI beschuldigt, in die verheerenden Terroranschläge von Mumbai mit 165 Toten verstrickt gewesen zu sein.
US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag die neue Afghanistan-Strategie seines Landes vorgestellt und dabei auch eine kritische Bilanz der Ergebnisse nach mehr als sieben Jahren Einsatz gezogen. "Die Lage wird immer gefährlicher", sagte er. Künftig soll die militärische Aufrüstung im Land am Hindukusch eng mit zivilen und diplomatischen Initiativen verknüpft werden. Eine besonders wichtige Rolle soll Pakistan spielen, denn Experten sehen das Land als Rückzugsgebiet und Operationsbasis für die Taliban und El Kaida.
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