Montag, 09. Februar 2009
Wenn die FDP das Sagen hätte: Gesetzliche KV würde fallen
Die FDP will bei einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl im Herbst die gesetzliche Krankenversicherungen abschaffen. Stattdessen will die FDP nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" alle Bürger verpflichten, eine private Krankenversicherung abzuschließen.
Das Blatt beruft sich auf ein Konzept der Partei für "ein einfaches, transparentes und leistungsgerechtes Gesundheitswesen", das vom FDP-Präsidium als Antrag im Bundestag eingebracht wurde.
Die FDP sieht dem Bericht zufolge auch in Teilen der Union die Bereitschaft zu einem grundsätzlichen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. "Ich sehe einige Partner in der Union. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Union weiter den Weg in eine zentralistische Einheitskasse gehen will", zitierte die "HAZ" den gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr.
Auch Gesundheitsfonds soll weg
Auch der erst im Januar eingeführte Gesundheitsfonds zur Verteilung der Beitragseinnahmen an die einzelnen Krankenkassen würde demnach wieder abgeschafft werden. Mit der Abschaffung der umlagefinanzierten gesetzlichen Krankenversicherung sollten die Privatkassen verpflichtet werden, alle Bewerber aufzunehmen.
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