Samstag, 31. Januar 2009
Kritik an Weltwirtschaftsforum: Gewaltsame Proteste in Genf
Eine zunächst friedlich begonnene Demonstration in Genf gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos hat zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei geführt. Nach Polizeiangaben gab es 70 Festnahmen, 130 Menschen wurden auf ihre Identität hin kontrolliert. Die Polizei setzte gegen etwa 200 zum Teil vermummte Demonstranten auch Tränengas ein.
Insgesamt hatten sich mehr als 700 Menschen an den Protesten beteiligt. Bei einer Kundgebung hatte es der Schweizer Professor Jean Ziegler als eine Unverschämtheit bezeichnet, dass diejenigen, die die weltweite Wirtschaftskrise ausgelöst hätten, in Davos frei sprechen könnten.
Friedlich verlief dagegen eine Demonstration im schwer bewachten und tief verschneiten Tagungsort Davos in rund 1600 Meter Höhe. Rund 120 Teilnehmer forderten, den sozialen Fragen wieder mehr Platz einzuräumen. Die vor allem jugendlichen Demonstranten schwenkten Fahnen und Transparente.
Bei einem Zwischenstopp in der Nähe des Kongresszentrums flogen einige Schneebälle und rund ein Dutzend Schuhe in Richtung des Tagungsortes. Die Polizei hatte mehrere Kilometer vor Davos wie jedes Jahr an der Zufahrtstraße eine Kontrollstelle eingerichtet.
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