Politik

Nach zehn Jahren ZwangspauseGorleben wird wieder erkundet

20.08.2010, 10:19 Uhr

Die noch von Rot-Grün verordnete Zwangspause für Gorleben nähert sich ihrem Ende. Ab Oktober soll dort wieder erkundet werden, ob der Salzstock als Endlager für Atommüll taugt. Geologen haben das immer wieder verneint. Die Energiekonzerne lassen aber nicht locker.

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Blick auf das Werksgelände. (Foto: picture alliance / dpa)

In Gorleben wird die Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten für ein mögliches Atomendlager vorbereitet. Die Energiekonzerne wollen den dortigen Salzstock von Oktober an weiter auf seine Eignung als Endlager für hoch radioaktiven Abfall untersuchen. Die Genehmigung des Rahmenbetriebsplanes werde "rechtzeitig" bis dahin erfolgen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums.

Derzeit sucht die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) in Stellenanzeigen rund ein Dutzend neue Fachleute für Gorleben, darunter Vermessungstechniker, Steiger und Bohrgeräteführer. Die DBE ist vom Bund mit dem Bau von Anlagen zur Endlagerung radioaktiven Abfalls betraut – das Unternehmen gehört zu rund 75 Prozent der Gesellschaft für Nuklear-Service, einem Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft.

Seit Oktober 2000 waren die Erkundungsarbeiten in Gorleben auf Betreiben der damaligen rot-grünen Bundesregierung unterbrochen. Kritiker halten den Salzstock in Gorleben aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit als nicht geeignet zur Lagerung von gefährlichem Atommüll.

Quelle: dpa