Politik

Schwarz-Gelb in NRW ohne MehrheitGrüne werden Königsmacher

28.04.2010, 09:56 Uhr
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Guido Westerwelle und seine FDP sind zurzeit nicht sonderlich beliebt. (Foto: dpa)

Nach derzeitigem Stand werden die Grünen entscheiden, wer in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsident bleibt oder Ministerpräsidentin wird. Schwarz-Gelb hat weiterhin keine Mehrheit.

Vor dem Endspurt im Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen steuert weder die regierende schwarz-gelbe Koalition noch Rot-Grün auf eine Mehrheit im Düsseldorfer Landtag zu. In einer neuen Forsa-Umfrage für den "Stern" erreichen CDU und FDP zusammen unverändert 46 Prozent, SPD und Grüne erhalten gemeinsam weiterhin 43 Prozent.

Für die Linke wollen 6 Prozent der Befragten stimmen. Die Umfrage wurde vor dem TV-Duell zwischen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und seiner Herausforderin Hannelore Kraft (SPD) am vergangenen Montag abgeschlossen.

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Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast am Wochenende beim kleinen Parteitag in Köln. (Foto: dpa)

Innerhalb der beiden Lager gab es leichte Verschiebungen. Die CDU konnte im Vergleich zur Forsa-Umfrage der Vorwoche um einen Punkt auf 39 Prozent zulegen, die FDP sank um einen Punkt auf 7 Prozent. Die SPD verlor einen Prozentpunkt und kam auf 33 Prozent, die Grünen verbesserten sich um einen Punkt auf 10 Prozent. Der neue Landtag in Nordrhein-Westfalen wird am 9. Mai gewählt.

"Alles außer Jamaika"

Die Grünen werden damit in Nordrhein-Westfalen möglicherweise zum Zünglein an der Waage. Grünen-Chef Cem Özdemir bekräftigte im Interview mit n-tv.de, seine Partei strebe in NRW Rot-Grün an. "Wenn das nicht klappt, was ich nicht hoffe, sind alle anderen Kombinationen außer Jamaika Zweitoptionen für uns." Am Sonntag wollen die Grünen auf einem kleinen Parteitag in Essen noch einmal über ihre Wahlaussage beraten.

In Nordrhein-Westfalen wird am 9. Mai gewählt, die Wahlen gelten auch für die Bundesebene als entscheidend, da sich die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat zum Nachteil der schwarz-gelben Bundesregierung verändern könnten. Für die Umfrage befragte das Forsa-Institut in der Zeit vom 19. bis 23. April 1004 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte.

Quelle: hvo/dpa