Samstag, 20. September 2008
"Alkohol oder einen Fernseher": Heraeus gegen mehr Kindergeld
Der Vorsitzende des Kinderhilfswerks Unicef Deutschland, Jürgen Heraeus, hält nichts von einer Erhöhung des Kindergeldes um zehn Euro. "Viele Eltern, die sich über zehn Euro freuen, werden das Geld nicht für ihr Kind ausgeben, sondern vielleicht in Alkohol oder einen neuen Fernseher stecken", sagte Heraeus der "Neuen Presse". Stattdessen müsse man dort ansetzen, wo die Schwierigkeiten beginnen: "Manche Familien brauchen besondere Hilfen, Aufklärung, Unterstützung bei Erziehung und Betreuung. Der Staat darf sich hier nicht zurückziehen, muss sich stärker engagieren", sagte Heraeus.
Der Unicef-Vorsitzende forderte, Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen. "Das Signal wäre: Kinder haben eine Lobby, haben Rechte, über die man nicht hinweg gehen kann." Die Unionsmehrheit im Bundesrat hatte allerdings einen Vorstoß aus der SPD abgelehnt, den Kinderschutz im Grundgesetz zu verankern.
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Politik
-
Die Folgen sind strittig
Reaktionen zum Hartz-IV-Urteil
-
Problemlösung à la Seehofer
Daten-Kauf in Bayern stockt
-
Es wird wieder verhandelt
Verdi beendet Warnstreiks
-
Sauerland-Gruppe
Verteidiger fordert Strafmilderung
-
Rohe Schweineleber essen
Soldat prangert Skandal an
-
Zwischenruf
Eine Chance für mehr Demokratie
-
Nach Wahl in der Ukraine
Timoschenko will klagen
-
Schlamperei im Weltklimarat
Pachauri "Belastung" für IPCC
-
Oettinger dabei
EU-Kommission bestätigt
-
Hartz IV muss steigen
Die Chance aus Karlsruhe
-
Kritische Töne und freche Trickfilme
Russlands Staatsfernsehen im Umbruch
-
Union nervös
Große Aufregung um Röttgen

