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Politik

Sonntag, 13. Mai 2007

Dicke Deutsche: Höhere Steuer für Fettmacher?

Im Kampf gegen das Übergewicht haben Fachpolitiker von CDU und SPD eine höhere Mehrwertsteuer auf ungesunde Lebensmittel gefordert. Sie wollen nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) dazu bewegen, den Mehrwertsteuersatz auf 19 Prozent zu erhöhen. Bislang gilt für die meisten Lebensmittel der ermäßigte Satz von 7 Prozent.

Die ernährungspolitische Sprecherin der Unions-Fraktion, Ulla Heinen, sagte dem Blatt: "Die Liste der unterschiedlichen Steuersätze auf Lebensmittel muss dringend komplett überarbeitet werden. Dass auf Naschzeug nur 7 Prozent Mehrwertsteuer erhoben werden, ist nicht nachvollziehbar." Die SPD-Gesundheitsexpertin Elvira Drobinski-Weiß sagte: "Ein ungesundes Essverhalten sollte auch finanziell unattraktiver gestaltet werden. Deswegen sollte für Knabberzeug und Süßigkeiten die volle Mehrwertsteuer gelten."

Unterstützung signalisierte die FDP. "Wir fordern eine umfassende Reform des Systems der Umsatzsteuer. Es gibt keinen Grund, warum für Trüffel und Gänsestopfleber die Steuerermäßigung gilt, und für Mineralwasser nicht", sagte der ernährungspolitische Sprecher Hans-Michael Goldmann. Zustimmend äußerte sich auch der Münchner Ernährungsmediziner Professor Hans Hauner: "Fettreiche Produkte sind häufig billiger als fettarme und frische Lebensmittel. Deswegen könnte eine Verteuerung im Sinne einer "Fett-Steuer" durchaus Teil eines Gesamtkonzeptes gegen Übergewicht sein."

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