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Der verdächtige Mann wurde in einem Park gestellt und gefesselt.

Der verdächtige Mann wurde in einem Park gestellt und gefesselt.
(Foto: AP)

Samstag, 11. September 2010

Rätselraten in Kopenhagen: Indizien für missglückten Anschlag

Nach der Detonation in einem Kopenhagener Hotel fahndet die Polizei nach den Hintergründen. Geheimdienstchef Scharf sagt, es gebe Hinweise auf einen missglückten Terroranschlag. Ein festgenommener Verdächtiger macht bisher keine Angaben.

Eine Explosion in einem Kopenhagener Hotel hängt möglicherweise mit einem fehlgeschlagen terroristischen Anschlag zusammen. Wie der Chef des dänischen Geheimdienstes PET, Jakob Scharf, erklärte, spricht nach ersten Ermittlungen "einiges für einen missglückten Terroranschlag", der hier vorbereitet werden sollte. Er wollte keinen Einzelheiten nennen.

Der als mutmaßlicher Täter festgenommene Mann machte gegenüber der Polizei keine Angaben. Er wurde kurz nach der Detonation in der Toilette des "Hotels Jørgensen" im Zentrum der dänischen Hauptstadt blutend in einem benachbarten Park gestellt und in Handschellen gelegt. Da die Polizei Sprengstoff in einer um seinen Bauch geschnallten Tasche befürchtete, musste er hier knapp vier Stunden gefesselt liegen bleiben. Dann konnte ein ferngesteuerter Roboter die Tasche losschneiden und entfernen.

Der Mann im Alter um die 40 sei von "europäischem oder nordafrikanischen Aussehen" und spreche Englisch, teilte die Polizei mit. Seine Identität ist nicht geklärt. Er wurde bei der Explosion leicht verletzt und in einem Krankenhaus behandelt. Die Sprengladung sei stark genug gewesen, um die Hotel-Toilette zu zerstören, hieß es. Bei der Durchsuchung des Hotels fanden Polizisten eine Pistole. Über mögliche Mittäter machte die Polizei keine Angaben.

dpa

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