Politik

Nach Morddrohungen gegen Merkel: Islamisten-Webseite gelöscht

Der Anführer der in Deutschland verbotenen islamistischen Gruppierung "Millatu-Ibrahim", Mahmoud, betreibt gemeinsam mit seiner Frau eine Webseite, auf der er islamistische Propagandavideos veröffentlicht. Nach Morddrohungen gegen die Kanzlerin ist bei den deutschen Behörden das Maß voll.

Merkel beendet eine Pressekonferenz nach einem Treffen der EU-Regierungschefs in Brüssel.
Merkel beendet eine Pressekonferenz nach einem Treffen der EU-Regierungschefs in Brüssel.(Foto: dapd)

Eine deutschsprachige Website radikaler Islamisten ist nach einem Drohvideo gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel gelöscht worden. "Dieser Blog wurde archiviert oder entfernt aufgrund der Verletzung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen", erklärte der Webseiten-Betreiber "Wordpress" nach Angaben der Zeitung "Die Welt". Die Seite ist demnach seit Freitag nicht mehr erreichbar.

Auf der Internetseite hatten radikale Islamisten den Angaben der "Welt" zufolge seit Monaten dschihadistische Propagandavideos und Hetzschriften veröffentlicht - darunter auch eine Morddrohung gegen Merkel. Die Seite sei von dem österreichischen Islamisten Mohamed Mahmoud und dessen deutscher Ehefrau Miranda K. betrieben worden, hieß es weiter unter Berufung auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden. Das Paar hatte demnach im hessischen Erbach gelebt, bis es im April 2012 nach Ägypten auswanderte.

Mahmoud gilt laut "Welt" als Anführer der in Deutschland verbotenen islamistischen Gruppierung "Millatu-Ibrahim". Von Ägypten aus betreibe er weiter aktiv Werbung für den Dschihad und rufe seine Anhängerschaft zum Kampf auf. Unter der Marke "Globale Islamische Medienfront" (GIMF) verbreitete Mahmoud demnach aus dem ägyptischen Exil heraus auf seiner Webseite in regelmäßigen Abständen islamistische Propagandavideos, Tonbandaufnahmen, Hetzschriften und Kampflieder. Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten laut "Welt", Islamisten in Deutschland könnten die Gewaltaufrufe zum Anlass für Terroranschläge nehmen.

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Quelle: n-tv.de

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