Dienstag, 16. September 2008
Nach Inzest-Fall in Polen: Kastration für Pädophile
Die liberale Regierung Polens bereitet ein Gesetz vor, wonach verurteilte Kinderschänder künftig zwangskastriert werden sollen. Die Minister für Gesundheit und Justiz hätten in einer Kabinettssitzung die Vollendung einer entsprechenden Gesetzesvorlage angekündigt, hieß es in einer Presseerklärung der Regierung.
Regierungschef Donald Tusk hatte den kontroversen Vorschlag in der vergangenen Woche gemacht, nachdem ein 45-jähriger Pole wegen wiederholter Vergewaltigung seiner 21-jährigen Tochter beschuldigt wurde, die er über sechs Jahre lang gefangen gehalten haben soll. Die Frau gebar während ihrer Gefangenschaft zwei Kinder.
Der spektakuläre Fall hatte die Diskussionen über gerechte Strafen für Pädophile in Polen erneut angeheizt. Daraufhin hatte Tusk eine Zwangskastration mittels Medikamenten vorgeschlagen. Er wolle in Polen die härtesten Strafen für Kinderschänder in ganz Europa einführen, sagte er.
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Bin-Laden-Suche war Landesverrat
CIA-Helfer bekommt 33 Jahre
-
Kipping und Schwabedissen
Die letzte Chance der Linken
-
Wenig Konkretes beim Kanzlergipfel
Energie-Neustart verpufft
-
Droht ein neues Wettrüsten?
Moskau präsentiert Stealth-Rakete
-
Regierung beschließt strengere Regeln
Tiere werden besser geschützt
-
Komplott in Assads Führungszirkel
Syrische Rebellen morden mit Gift
-
Kabinett treibt Geld ein
Wehrsold wird besteuert
-
Dorf für Montagebasis abgerissen
Nordkorea baut mehr Raketen
-
Röttgen-Rauswurf lässt Bosbach nicht verzweifeln
"Merkel muss sich keine Sorgen machen"
-
Regierung setzt auf Selbstheilung
Gesetz gegen Ärztepfusch steht
-
Lafontaine wirft hin
Abgang in alter Arroganz
-
"Das ist kein Umfeld"
Lafontaines Erklärung im Wortlaut