Donnerstag, 16. Juli 2009
Friedensnobelpreisträger: Kim Dae Jung künstlich beatmet
Der ehemalige südkoreanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Kim Dae Jung muss künstlich beatmet werden. Der Zustand des 83-Jährigen sei jedoch nicht lebensbedrohlich, sagte ein Sprecher des Severance Krankenhauses in Seoul.
Südkoreanische Medien hatten zuvor berichtet, für Kim seien lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet worden. Kim, der seit längerem gesundheitlich angeschlagen ist, wurde am Mittwoch wegen einer Lungenentzündung auf die Intensivstation aufgenommen, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.
Versöhnung mit Nordkorea
Der frühere Dissident unter Südkoreas Militärregime war bis Ende Februar 2003 fünf Jahre lang Staatschef des ostasiatischen Landes. Im Juni 2000 reiste er zum ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen nach Pjöngjang. Mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il einigte er sich auf vertrauensbildende Maßnahmen und Schritte zur Überwindung der Teilung der koreanischen Halbinsel.
Der Nobelpreis wurde ihm im Jahr 2000 für seine Verdienste um Demokratie und Menschenrechte sowie die Versöhnung mit Nordkorea verliehen.
dpa
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