Donnerstag, 29. Mai 2008
Gerüchte um Attentat: "Kim Jong Il nicht tot"
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il soll einem wenig bekannten Nachrichtenportal zufolge bei einem Attentat getötet worden sein. Sein Wagen sei mit Blutspuren gefunden worden, nachdem der 66- Jährige ermordet worden sei. Die südkoreanische Internetseite berief sich in ihrem Bericht auf einen hochrangigen chinesischen Geheimdienstvertreter.
Die südkoreanische Regierung dementierte die Meldung der Nachrichtenagentur. "Wir haben festgestellt, dass diese Angaben falsch sind", zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den Sprecher des südkoreanischen Ministeriums für Wiedervereinigung, Kim Ho Nyun.
In Geheimdienstkreisen in Seoul und Tokio hatte es bereits zuvor geheißen, man verfüge über keine Informationen zur Bestätigung des Gerüchts. Die staatlichen nordkoreanischen Medien meldeten, dass Kim Jong Il seinen Amtsgeschäften nachgehe.
Informationen über den Machthaber und einen potenziellen Nachfolger gehören in dem asiatischen Land zu den bestgehüteten Geheimnissen. Gerüchte über den 66-Jährigen drehen sich meist um seinen Gesundheitszustand oder um die Frage, welcher seiner drei Söhne sein politisches Erbe antreten könnte. Als der nordkoreanische Staatsgründer Kim Il Sung 1994 starb, hielt die Regierung die Nachricht fast zwei Tage lang geheim, um Vorbereitungen für die Nachfolge zu treffen.
An den japanischen Aktienmärkten sorgte die Attentatsmeldung am Donnerstag für Nervosität, während die Anleger in Südkorea sie weitgehend ignorierten. Ein Experte der International Crisis Group sagte, falls etwas Derartiges geschehe, werde es sich nicht dauerhaft geheim halten lassen.
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