Dienstag, 15. Dezember 2009
Mehr als 200 Festnahmen: Krawalle in Kopenhagen
Nach nächtlichen Ausschreitungen am Rande des Klimagipfels in Kopenhagen hat die dänische Polizei mehr als 200 Menschen festgenommen. Randalierer hatten am Montagabend brennende Barrikaden nahe der alternativen Wohnsiedlung Christiania errichtet und die Polizei mit Molotow-Cocktails angegriffen.
Die Polizei setzte Tränengas ein und drang kurz vor Mitternacht in die Wohnsiedlung Christiania ein, wo sie nach Angaben eines Sprechers rund 210 Menschen festnahm. Zahlreiche dänische und ausländische Umweltaktivisten hatten zuvor an einem Fest auf dem Gelände des Christiania-Geländes teilgenommen. Ein Augenzeuge sagte dem Nachrichtensender TV2 News, die Polizei habe alle Ausgänge des Geländes abgeriegelt und Tränengas eingesetzt, um die in einem Zelt versammelten Teilnehmer auseinanderzutreiben.
Christiania entstand Anfang der 1970er Jahre auf einem ehemaligen Kasernengelände, wo sich Aussteiger und Künstler niederließen, und wurde zum Inbegriff der dänischen Hippie-Kultur. Bei Protesten gegen Polizeieinsätze und den Abriss sowie die Räumung von Häusern in Christiania kam es wiederholt zu Straßenschlachten.
AFP
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