Peinliche Mail aufgetauchtLabour demontiert sich selbst
Ein hochrangiger Berater der Downing Street sandte E-Mails von dem Konto des Regierungssitzes über eine geplante "Schmutzkampagne" gegen die Opposition an einen Blogger.
Die britische Regierung ist erneut wegen einer Peinlichkeit in die Schlagzeilen geraten. Ein hochrangiger Berater von Premierminister Gordon Brown verschickte E-Mails über eine geplante "Schmutzkampagne" gegen die Opposition von seinem offiziellen Downing-Street-Konto an einen Blogger. Später gelangten diese jedoch an die Presse. In den Mails stünden Anzüglichkeiten und intime Details unter anderem über den Chef der Konservativen, David Cameron, schrieb die Zeitung "Daily Telegraph".
Der Autor Damian McBride - Browns Strategieberater und früherer Pressesprecher - trat am Abend zurück. Für "Verbreitung solchen Materials" sei kein Platz in der Politik, sagte ein Sprecher der Downing Street. Niemand außer McBride habe von dem Inhalt der E-Mails gewusst. Der Autor habe sich für die "kindischen und unangebrachten" MailS entschuldigt.
Die konservativen Tories erklärten, es sei "absurd", dass sich Regierungsmitarbeiter "Verleumdungskampagnen ausdenken, statt sich um Menschen zu kümmern, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind". "Warum um Himmels Willen frönt Gordon Browns Mannschaft dieser Politik der Gosse, wenn sie doch die Probleme der Menschen in diesem Land lösen soll", sagte der Tory-Schatteninnenminister, Chris Grayling.
Erst vor kurzem stand die Regierung in der Kritik, als Details über Spesenabrechnungen der Innenministerin ans Licht kamen. Dabei hatte sie auch Porno-Filme ihres Mannes abgerechnet.