Politik und Wirtschaft verknüpfenMerkel sieht viele offene Türen
"Indem wir zusammenarbeiten - Politik und Wirtschaft, werden wir auch die Türen noch weiter öffnen für deutsche Unternehmen", sagte Merkel zum Abschluss ihrer viertägigen Indienreise in Bombay.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine enge Kooperation von Politik und Wirtschaft im internationalen Wettbewerb auf den Weltmärkten ausgesprochen "Indem wir zusammenarbeiten - Politik und Wirtschaft, werden wir auch die Türen noch weiter öffnen für deutsche Unternehmen", sagte sie zum Abschluss ihrer viertägigen Indienreise in Bombay.
Die Konkurrenz aus den USA und Japan um Marktanteile in Indien sei "sehr scharf". Die deutsche Wirtschaft könne ihre Chance aber nutzen, indem sie gemeinsam mit der Politik Angebote mache, "die nach Indien passen". Als Beispiel nannte Merkel die Berufsausbildung. "Deutsche Betriebe können und wollen hier Vorbild sein", sagte sie.
Merkel zog eine positive Bilanz ihres Aufenthalts. "Die Reise nach Indien hat aus meiner Sicht einen Schub gebracht für die Beziehungen zwischen Deutschland und Indien." Das gelte für die politische Kooperation genauso wie für die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Entwicklung. Als zentrale Herausforderung für Indien nannte Merkel die Armutsbekämpfung. "Indien ist ein Land mit riesigen Chancen, aber auch großen Brüchen", sagte Merkel.
Am Dienstag hatte Merkel in der indischen Hauptstadt mit Ministerpräsident Manmohan Singh eine Vertiefung der strategischen Partnerschaft in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vereinbart. Am Mittwoch war sie in die Wirtschaftsmetropole Bombay weitergereist. Für Merkel war der Indien-Besuch die dritte Asien-Reise nach einem kurzen China-Trip im vergangenen Jahr und einem längeren Besuch in China und Japan im August.