Montag, 27. April 2009
Anti-Terror-Einsatz: Mindestens drei Tote in Istanbul
Bei einem großangelegten Einsatz der türkischen Polizei gegen Linksextremisten in Istanbul sind mindestens drei Männer getötet worden. Ein Polizeikommissar, ein Extremist und ein unbeteiligter Passant seien bei Schusswechseln tödlich getroffen worden, berichtete der türkische Fernsehsender NTV. Mehr als 40 Personen wurden festgenommen.
Zu der Schießerei kam es, als Spezialeinheiten der Polizei am Montagmorgen einen Linksextremisten festnehmen wollten, wie der Gouverneur der Stadt, Muammer Güler, sagte. Als die Beamten die Wohnung in einem Apartmentkomplex hätten stürmen wollen, habe der Mann das Feuer auf sie eröffnet. Der Täter habe sich mit einer bedeutenden Menge an Munition und Sprengsätzen in seiner Wohnung im asiatischen Stadtteil Bostanci verbarrikadiert.
Der Polizeieinsatz war nach Angaben des Gouverneurs Teil eines Großeinsatzes türkischer Sicherheitskräfte gegen Linksextremisten und Mitglieder der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Ziel war demnach die Verhinderung von Anschlägen. In den vergangenen 24 Stunden seien rund ein Dutzend Verdächtige festgenommen worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Laut Nachrichtenagentur Anadolu verhängte die Regierung eine Nachrichtensperre über den Einsatz.
dpa / AFP
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