"Bedrohung Nummer eins"Mit aller Macht gegen Bin Laden
Für Terroristenführer Osama bin Laden wird es mit dem Präsidentenwechsel in den USA nicht leichter. Auch der neue Präsident Obama will ihn weiter jagen.
Der künftige US-Präsident Barack Obama will mit aller Macht gegen Terroristenführer Osama bin Laden vorgehen. Er werde es nicht dulden, dass Bin Laden die afghanisch-pakistanische Grenzregion weiterhin als Rückzugsgebiet nutze, sagte Obama mit Blick auf die jüngste Botschaft des Terroristenchefs.
"Bin Laden und El-Kaida sind unsere Bedrohung Nummer eins, was die Sicherheit der Vereinigten Staaten angeht", sagte Obama. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass sie sich keine Rückzugsgebiete schaffen können, um Amerika anzugreifen."
Zeichen von Isolation
Unterdessen wertete das US-Außenministerium die jüngste Audio- Botschaft Bin Ladens als Zeichen seiner Isolation. "Es scheint, dass er nun auf jeden einschlägt, das scheint nur ein Zeichen seiner Isolation zu sein", sagte der Sprecher der Außenministeriums, Sean McCormack.
In der am Mittwoch im Internet veröffentlichten und Bin Laden zugeschriebenen Audiobotschaft wurden die Muslime in aller Welt zur Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen aufgerufen. Der Terroristenführer forderte zum Dschihad gegen Israel auf. "Der einzige Weg zur Befreiung der Al-Aksa-Moschee und Palästinas ist der Heilige Krieg", hieß es in der 22 Minuten langen Tonband-Botschaft. Bin Laden drückte auch seine Freude über die globale Finanzkrise aus.
Israel habe sein "schreckliches Massaker" im Gazastreifen bewusst noch begonnen, bevor die Amtszeit von US-Präsident George W. Bush endet, sagte der Terrorchef. Weiter meinte er, die Finanzkrise habe die USA, die neben Israel der Hauptfeind der Muslime seien, jetzt schon stark geschwächt. Er zitierte dabei auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der in einer Regierungserklärung Ende September gesagt hatte, die Bankenkrise sei ein Erdbeben, in dessen Folge die USA ihren Status als "Supermacht des Weltfinanzsystems" verlieren würden.