Dienstag, 21. April 2009
Genmanipulierter Mais: Monsanto klagt gegen Verbot
Der US-Saatgutkonzern Monsanto klagt nach einem Zeitungsbericht gegen das von der Bundesregierung ausgesprochene Anbauverbot für seinen Genmais MON 810. Das Unternehmen habe beim Verwaltungsgericht Braunschweig Klage eingereicht und dringe auf eine Eilentscheidung, berichtet das "Handelsblatt". Ein Monsanto-Sprecher sagte der Zeitung, die Firma rechne mit einer Entscheidung bis Mitte Mai, damit noch eine Aussaat in diesem Jahr möglich sei.
Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hatte den genveränderten Mais MON 810 von Monsanto vor einer Woche kurz vor Beginn der Aussaat wegen möglicher Gefahren für Tiere und Pflanzen verboten. Sie setzte dazu eine EU-Schutzklausel in Kraft.
"Ich komme zu dem Schluss, dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der gentechnisch veränderte Mais der Linie MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt", erklärte Aigner. Das Ministerium sieht Risiken unter anderem für bestimmte Marienkäfer, Schmetterlinge und Wasserflöhe.
Innerhalb der Union stieß die Entscheidung von Aigner nicht auf ungeteilte Zustimmung. Insbesondere Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) kündigte Widerstand an.
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