Mittwoch, 10. Februar 2010
Öffentlicher Dienst: Wieder kein Angebot
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben die Arbeitgeber auch zu Beginn der dritten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Zugleich betonten sie aber den Willen zu einer raschen Einigung.
"Wir wollen versuchen, eher morgen als heute eine Einigung zu erzielen", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière als Arbeitgeber-Verhandlungsführer in Potsdam. Verdi-Chef Frank Bsirske verwies auf die Warnstreiks der vergangenen Tage und mahnte, die Dienstleistungsgewerkschaft sei steigerungsfähig. Er strebe jedoch eine Lösung am Verhandlungstisch an. Verdi sei bereit, auf die Arbeitgeber zuzugehen.
Die Tarifverhandlungen sollen bis Freitag dauern. Die Gewerkschaften fordern im Volumen fünf Prozent mehr Entgelt. Die Arbeitgeber lehnen dies als zu hoch ab, haben aber kein Angebot vorgelegt.
Während der dritten Verhandlungsrunde soll nach Angaben der Gewerkschaft auf Warnstreiks verzichtet werden. In den vergangenen Tagen hatten Zehntausende Beschäftigte mit Arbeitsniederlegungen ihrer Forderung Nachdruck verliehen. Bundesweit waren Kindertagesstätten, Nahverkehr, Behörden und Flughäfen betroffen. Die Tarifverträge für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen endeten im Dezember.
rts
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