Politik

"Bloody Sunday" Nordiren erwarten Blutbericht

15.06.2010, 09:03 Uhr

Es ist das dunkelste Kapitel des Nordirlandkonfliktes und gehört zu den umstrittensten Ereignissen in der Geschichte der britischen Krisenprovinz. Fast vier Jahrzehnte danach soll endlich Licht ins Dunkel gebracht werden.

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Bis heute ist nicht geklärt, was am 30. Januar 1972 in Derry passierte. (Foto: picture-alliance / dpa)

38 Jahre nach dem "Bloody Sunday" in Nordirland legt die Untersuchungskommission am Dienstag ihren Bericht über den Tag vor, an dem britische Soldaten im nordirischen Derry 14 unbewaffnete Demonstranten erschossen. Die richterliche Untersuchung dauerte zwölf Jahre und war mit 230 Millionen Euro, 2500 Zeugen und 5000 Seiten Umfang die teuerste und aufwändigste der britischen Rechtsgeschichte.

Für die irischen Nationalisten symbolisiert der "Blutsonntag" die Willkür der Briten in Nordirland. Der frühere britische Premierminister Tony Blair hatte 1998 unter dem Druck der Öffentlichkeit den Richter Mark Saville mit einer neuen Untersuchung beauftragt; eine erste von 1972 hatte den Einsatz der Armee nach Ansicht der Opferfamilien beschönigt.

Quelle: AFP/dpa