Sonntag, 16. August 2009
Reaktion auf Militärübung: Nordkorea droht mit Atomschlag
Am Montag beginnen die USA und Südkorea wie jedes Jahr eine Militärübung. Nordkorea bezeichnete den Plan als "Manöver für einen Atomkrieg".
Entschlossen, Angreifer "auszuradieren": Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Als Reaktion auf ein gemeinsames Manöver der USA und Südkoreas hat Nordkorea mit einem Atomschlag gedroht. Sollten die beiden Länder den kommunistischen Staat mit Atomwaffen bedrohen, würden sie mit Atomwaffen vernichtet, verbreitete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf einen Militärvertreter. Das Militärmanöver bezeichnete der Sprecher als "Manöver für einen Atomkrieg" gegen Nordkorea.
Die USA und die südkoreanische Regierung um Präsident Lee Myung Bak sollten erkennen, dass die nordkoreanische Armee fest entschlossen sei, Aggressoren gnadenlos auszuradieren. Südkorea und die USA beginnen am Montag ein Manöver mit Computer-Simulationen und Kommunikationsübungen. An der jährlich abgehaltenen Militärübung Ulchi Freedom Guardian, die bis zum 27. August laufen soll, sind 10.000 US-Soldaten und eine unbekannte Zahl südkoreanischer Soldaten beteiligt. Beide Länder betonten, die Manöver dienten nur zur Verteidigung.
Südkorea signalisiert Gesprächsbereitschaft
Nordkorea hat die Militärübungen der beiden Verbündeten immer wieder als Vorbereitung für eine Invasion und einen Atomkrieg verurteilt. Im März hatte die Führung in Pjöngjang wegen eines südkoreanisch-amerikanischen Manövers die Armee in volle Alarmbereitschaft versetzt. Auf internationaler Ebene hat sich das stalinistisch regierte Land durch seinen jüngsten Atomwaffentest sowie mehrere Raketentests weitgehend isoliert.
Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hatte Nordkorea zuvor zur Abrüstung aufgerufen und erklärt, Südkorea sei zu Gesprächen und einer Kooperation mit dem Norden "über jedes Thema, zu jeder Zeit und auf jedem Niveau" bereit. Seit dem Amtsantritt der konservativen Regierung in Seoul im Februar 2008 waren die innerkoreanischen Beziehungen äußerst frostig. Die beiden Koreas befinden sich offiziell noch im Krieg. Der Korea-Krieg von 1950 bis 1953 endete lediglich mit einem Waffenstillstand, einen Friedensvertrag gibt es nicht.
AFP/rts
Hintergründe zur Nachricht
Bilderserien zur Nachricht
Politik
-
Kleine Runde beim Berlinale-Empfang
Filmszene lässt Wulff im Stich
-
Mission ist beendet
Arabische Liga bricht mit Syrien
-
Duisburg schickt OB in die Pension
Sauerland ist abgewählt
-
Geld für Griechenland
Seehofer will Volk fragen
-
Streit um Länderfinanzausgleich
Kretschmann würde vermitteln
-
Laufzeitverlängerung
Frankreich hält an AKW fest
-
Vorwurf der Datenlöschung
BKA setzt sich zur Wehr
-
Tage des Durchatmens
Romney siegt zweifach
-
Arabische Liga berät über Vorgehen
Iran pumpt Geld nach Syrien
-
Vorstoß aus der CDU
Kinderlose sollen zahlen
-
Sieg bei CPAC-Konferenz und in Maine
Romney gewinnt doppelt
-
US-Haushalt 2013
Obama will Geld von Reichen
