Deutsche besonders gefährdetOECD warnt vor Altersarmut
Niedriglöhne, prekäre Beschäftigung, unterbrochene Erwerbsbiografien - in Deutschland wächst die Gefahr der Altersarmut. Die OECD warnt deutlich.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat vor gewarnt. "Deutschland gehört international zu den Schlusslichtern bei der Alterssicherung von Geringverdienern", sagte Monika Queisser, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik der OECD, der "Welt". "Die strikte Beitrags-Leistungs-Bindung führt dazu, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und nur ein geringes Einkommen bezogen haben, im Alter armutsgefährdet sind."
Auch Menschen mit langen Erwerbsunterbrechungen wegen Arbeitslosigkeit oder Familienzeiten hätten hierzulande ein hohes Risiko, im Alter nur eine kleine Rente zu beziehen, sagte die OECD-Expertin. Andere Länder wie Dänemark oder die Niederlande verteilten sehr viel stärker innerhalb ihrer Alterssicherungssysteme um.