Samstag, 20. März 2010
Versöhnliche Worte an den Iran: Obama erneuert Dialogangebot
US-Präsident Obama bekräftigt seine Bereitschaft zu Gesprächen mit dem Iran. In einer Botschaft zum persischen Neujahrsfest richtet er sich insbesondere an die iranische Bevölkerung, der er Bemühungen für eine "hoffnungsvolle Zukunft" verspricht. Für die Führung in Teheran findet er allerdings harte und klare Worte.
Der amerikanische Präsident bei einer Rede in Virginia.
(Foto: REUTERS)
US-Präsident Barack Obama hat erneut seine Bereitschaft zum Dialog mit dem Iran erklärt. In einem Grußwort zum Neujahrsfest Nowruz sagte Obama, "unser Angebot umfassender diplomatischer Kontakte und des Dialogs steht." Bereits vor einem Jahr hatte Obama dem Iran einen Neuanfang diplomatischer Kontakte angeboten. Konkrete Ergebnisse, etwa im Streit um das iranische Atomprogramm, hat es seither jedoch nicht gegeben. Trotz der Schwierigkeiten mit der Teheraner Regierung seien die USA an einer "hoffnungsvolleren Zukunft" für das iranische Volk interessiert, fügte der US-Präsident hinzu.
An die Bevölkerung gerichtet erklärte Obama, er werde sich für einen Internetzugang "ohne Angst vor Zensur" einsetzen. Die USA würden sich darum bemühen, dass die Iraner Zugang zu Internetsoftware und -technologie erhalte, damit sie "miteinander und mit der Welt" kommunizieren könne.
Schwarzer Peter geht an Ahmadinedschad
Gleichzeitig versicherte Obama, dass die USA dem Iran seinen "rechtmäßigen Platz in der Gemeinschaft der Nationen" zugestehen wolle. Dies scheitere allerdings an der Führung in Teheran selbst. "Es ist die iranische Regierung, die sich dafür entschieden hat, sich zu isolieren, einen selbstzerstörerischen Fokus auf die Vergangenheit einzunehmen, statt sich der Bildung einer besseren Zukunft zu verschreiben", griff Obama die Regierung um Präsident Ahmadinedschad an.
Der Iran weigert sich, seine Urananreicherung zu stoppen und bestreitet Vorwürfe des Westens, nach Atomwaffen zu streben. Obama hat harte Sanktionen angekündigt, um zu verhindern, dass der Iran an Atomwaffen gelangt. Gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben sich die USA auf neue Sanktionen verständigt. China und Russland hingegen stehen einem solchen Schritt skeptisch gegenüber.
cba/AFP/rts
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