Politik

Jüngste MeinungsumfragenObama klar in Führung

24.09.2008, 18:10 Uhr

Jüngste Meinungsumfragen in den USA sprechen eine deutliche Sprache: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Obama profitiert offensichtlich von den Turbulenzen auf dem US-Bankensektor.

Die Ergebnisse der jüngsten Meinungsumfragen in den USA sprechen eine deutliche Sprache: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama profitiert offensichtlich von den Turbulenzen auf dem US-Bankensektor. Der Senator aus Illinois käme derzeit auf 52 Prozent der Stimmen, hieß es in einer Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC. Der Republikaner John McCain käme demnach lediglich auf 43 Prozent. Auch andere Umfragen der vergangenen Tage signalisieren eine Führung Obamas, wenngleich nicht immer so deutlich.

Geschäfte mit Freddie Mac

Die Firma des Wahlkampfmanagers von John McCain stand in Geschäftsbeziehungen mit dem angeschlagenen Hypothekenriesen Freddie Mac. Das Unternehmen habe noch in den vergangenen Monaten regelmäßig 15.000 Dollar (10.000 Euro) bekommen, so die "Washington Post" weiter. Andere US-Medien berichteten, die von Rick Davis gegründete Firma Davis Manafort bekomme immer noch Geld von Freddie Mac. Anfang der Woche hatte Davis behauptet, dass das Unternehmen seit drei Jahren nicht mehr für den Konzern gearbeitet habe. Freddie Mac ist eines der Finanzinstitute, die im Mittelpunkt der Finanzkrise in den USA stehen.

Sarah Palin weiter auf Distanz

McCains Kandidatin für das Vize-Präsidentenamt, Sarah Palin, hält zumindest aus Sicht vieler US- Journalisten weiterhin Abstand zu den Medien. Die Distanz Palins zu den Berichterstattern habe ein "fast beispielloses Ausmaß" für einen landesweiten Wahlkampf angenommen, schrieb die Wochenzeitung "Politico". Seit McCain sie zu seiner Vize-Kandidatin gekürt hat, habe die Gouverneurin von Alaska nicht eine einzige Pressekonferenz gegeben. Ohnehin trete sie selten im Wahlkampf alleine auf und stelle sich dann nie Fragen von Reportern. Viel mehr Spaß scheine es ihr zu machen, der Öffentlichkeit ihr Familienglück zu präsentieren, schrieb "Politico". Bisher sei diese geschickte "Abschirmungsstrategie" aufgegangen.