Homs jetzt "Katastrophengebiet"Opposition setzt aufs Internet
Die syrischen Regierungstruppen setzen trotzt anderslautender Ankündigungen ihre Attacken gegen oppositionelle Gruppen im Land fort. Wieder werden Dutzende Menschen getötet. Die Demonstranten sind über das Internet vernetzt und erklären die Stadt Homs zum "Katastrophengebiet".
Trotz scharfer Kritik der Arabischen Liga haben die syrischen Regierungstruppen ihre Angriffe auf die Demokratiebewegung fortgesetzt. Vor allem die Hochburg der Opposition Homs wurde nach Angaben der Regimegegner in der Nacht zum Montag erneut unter Beschuss genommen.
Ein Angehöriger der Bewegung sagte, seit Sonntag seien in Syrien 23 Menschen getötet worden. Lebensmittel- und Wasservorräte seien in Homs inzwischen knapp. Auch Strom gebe es nicht mehr. Im Internet erklärten Oppositionelle die Stadt zum "Katastrophengebiet".
Die Arabische Liga hatte wegen der andauernden Gewalt eine Krisensitzung angekündigt. Die Außenminister wollen sich am 12. November in Kairo treffen. Der Vertreter der syrischen Regierung von Baschar al-Assad in der Organisation kritisierte das scharf.
Die Liga hatte Syrien am Mittwoch aufgefordert, innerhalb das Militär aus den Städten abzuziehen. Das sagte Assads Regierung zu und versprach zudem, auf ein Ende der Gewalt hinzuwirken.