Montag, 07. Juni 2010
Rüstungsgeschäfte mit Irak: Paris bietet Partnerschaft an
Während die USA den Abzug ihrer Kampftruppen aus dem Irak vorbereiten, bietet sich Frankreich der irakischen Armee als neuer strategischer Partner an. Der französische Botschafter in Bagdad, Boris Boillon, sagte der regierungsnahen irakischen Tageszeitung "Al-Sabah": "An diesem Dienstag wird ein französisches Kriegsschiff im Hafen von Basra einlaufen. Dies ist ein Schritt, um das Vertrauen zwischen Paris und Bagdad zu stärken, und um zu zeigen, dass Frankreich den Irak unterstützt." Der Botschafter wies in diesem Zusammenhang auch auf die geplanten Investitionen des französischen Energiekonzerns Total im Irak hin.
In der vergangenen Woche hatte Boillon bereits mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki über Rüstungsgeschäfte gesprochen. Boillon sagte nach Angaben der Botschaft, der französische Präsident Nicolas Sarkozy wolle dem Irak helfen, seine Armee wieder aufzubauen und "seine Souveränität zurückzugewinnen".
Frankreich hatte 2003 zu den Gegnern der US-Invasion im Irak gehört. Seit 2007 bemüht sich Paris jedoch wieder verstärkt um politische und wirtschaftliche Kontakte zu Bagdad. Washington hat derzeit noch etwas mehr als 90.000 Soldaten im Irak stationiert. Ein Teil von ihnen soll bis Ende August abziehen. Bis Ende 2011 sollen dann noch 50.000 US-Soldaten im Land bleiben, die den irakischen Sicherheitskräften bei Spezialeinsätzen und bei der Ausbildung helfen sollen.
dpa
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