Politik

Neun Millionen Dollar für einen FrachterPiraten erhalten Rekordsumme

06.11.2010, 10:49 Uhr

Somalische Piraten erhalten für die Freilassung eines Frachters nach eigenen Angaben ein Rekordlösegeld in Höhe von neun Millionen Dollar. Das Geld sei aus einem Hubschrauber abgeworfen worden und die Seeräuber hätten es unter sich aufgeteilt, sagt einer der Piraten.

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Piraten vor der Küste Somalias. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Somalische Piraten haben für die Freilassung eines Frachters nach eigenen Angaben ein Rekordlösegeld in Höhe von neun Millionen Dollar (rund 6,4 Millionen Euro) erhalten. Das unter der Flagge von Singapur fahrende Schiff "Golden Blessing" sei am Samstagmorgen freigelassen worden, nachdem seine Kollegen das Geld erhalten hätten, sagte der Pirat Abdi Yare in der somalischen Hafenstadt Hobyo der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. Das Geld sei aus einem Hubschrauber abgeworfen worden und die Seeräuber hätten es unter sich aufgeteilt.

Andere Piraten im Hafen von Hobyo, einem der wichtigsten Zufluchtsorte der Seeräuber, bestätigten die Zahlung und die Höhe der Summe. Zuvor hatte das chinesische Verkehrsministerium mitgeteilt, dass die "Golden Blessing" bald freikommen werde. Einzelheiten wurden nicht genannt. Der Frachter mit 19 chinesischen Matrosen an Bord war im Juni vor der Küste Somalias entführt worden. Er war auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Indien.

Schwerbewaffnete Piraten in Schnellbooten setzen dem internationalen Schiffsverkehr am Horn von Afrika heftig zu. Wochenlange Entführungen und hohe Lösegelder sind keine Seltenheit. Für den Öltanker "Sirius Star" waren im Januar 2009 unterschiedlichen Quellen zufolge zwischen drei und acht Millionen Dollar gezahlt worden, für das Schiff "Maran Centaurus" im Januar 2010 zwischen 5,5 und neun Millionen Dollar.

Quelle: AFP