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Politik

Sonntag, 03. Mai 2009

Festnahme vor Somalia: Piraten irren sich

Vor der Küste Somalias haben Piraten offenbar versehentlich einen Angriff auf die französische Marine gestartet. Die elf Angreifer hätten die "Nivose" mit einem Handelsschiff verwechselt, teilte das Pariser Verteidigungsministerium mit. Sie hätten Kurs auf das französische Schiff genommen, um es in ihre Gewalt zu bringen. Die Marine jagte daraufhin mit eigenen Booten und einem Hubschrauber die Piraten, die nun an Bord der "Nivose" in Haft seien. In ihren drei Booten seien Waffen und Raketen gefunden worden. Eine Entscheidung der gemeinsamen EU-Einsatzkräfte über den Umgang mit den Seeräubern stehe noch aus.

Der Vorfall ereignete sich rund 1000 Kilometer vor der Küste Somalias im Indischen Ozean. In diesen Gewässern und im stark befahrenen Golf von Aden haben die Angriffe schwer bewaffneter somalischer Piraten unlängst deutlich zugenommen. Die Seeräuber haben bereits Millionen Dollar Lösegeld erpresst und halten noch immer Schiffe fest. Darunter ist auch der deutsche Frachter "Hansa Stavanger". Magazinberichten zufolge stoppte die Bundesregierung aus Sicherheitsgründen eine Kommando-Aktion zur Befreiung des gekaperten Schiffs.

Am Samstag nahm eine französische Marinepatrouille drei somalische Piraten vor den Seychellen fest. Sie wurden der Küstenwache des Inselstaates im Indischen Ozean übergeben.

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