Politik

"Stuttgart 21" und das Zeltlager: Polizei räumt auf

Der Protest gegen das umstrittene Bahnhofsprojekt in Stuttgart reißt nicht ab. Nun räumt die Polizei ein Zeltlager von Demonstranten im Schlossgarten. Mehrere Bäume sind allerdings immer noch von Aktivisten besetzt.

Die Polizei und eine Demonstrantin.
Die Polizei und eine Demonstrantin.(Foto: dpa)

Die Polizei hat ein Zeltlager von Gegnern des Bahnhofsprojekts geräumt. Wie die Polizei mitteilte, hatten Demonstranten mehr als hundert Zelte im Stuttgarter Schlossgarten aufgebaut und dort die Nacht verbracht. Ein Teil der Zelte wurde nach Aufforderung von den Demonstranten selbst abgebaut, die übrigen von Polizeibeamten. Gegen die Aktion gab es Proteste. Ein Demonstrant, der Einsatzkräfte beleidigt haben soll, wurde festgenommen.

Mit dem Zeltlager wollten die "Stuttgart 21"-Gegner gegen das geplante Fällen von mehr als 200 Bäumen protestieren, die dem umstrittenen unterirdischen Bahnhofsneubau weichen sollen. In diesem Zusammenhang hatten Aktivisten der Organisation Robin Wood und weitere Demonstranten auch vier Bäume besetzt und Plattformen in den Baumwipfeln verankert.

Robin-Wood-Aktivisten sitzen noch immer im Baum.
Robin-Wood-Aktivisten sitzen noch immer im Baum.(Foto: dpa)

Diese Besetzungsaktion dauerte nach Angaben einer Sprecherin von Robin Wood weiter an. "Es gibt bislang keine Anzeichen einer Räumung", sagte die Sprecherin weiter. Sie drohte zugleich mit neuen Aktionen, sollten auch die Baumbesetzungen von der Polizei beendet werden: "Man schneidet uns einen Kopf ab und vier wachsen nach." Gegen die Räumung der Zelte gab es demnach am Vormittag eine Spontandemonstration von Gegnern des Bahnhofsprojekts. Bereits am Samstag hatten rund Mappus will Abwahl verhindern gegen das Vorhaben protestiert.

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Quelle: n-tv.de

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