Mittwoch, 04. November 2009
Afghane tötet Briten
Polizist erschießt fünf Soldaten
Afghanische Polizisten beim Training in einem Bundeswehr-Camp in Feisabad.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Fünf britische Soldaten sind an einem Kontrollpunkt im Süden Afghanistan von einem einheimischen Polizisten erschossen worden. Wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte, ereignete sich das Attentat am Dienstagnachmittag in der Unruheprovinz Helmand. Der Vorfall werde untersucht.
Armeesprecher Oberst David Wakefield sagte im Radiosender BBC, die getöteten Soldaten hätten afghanische Sicherheitskräfte ausgebildet. Offenbar habe ein afghanischer Polizist am Kontrollpunkt das Feuer eröffnet und dann die Flucht ergriffen. Möglicherweise sei auch ein zweiter Polizist an dem Angriff beteiligt gewesen.
Der frühere britische Außenstaatssekretär Kim Howells forderte einen Abzug der britischen Truppen aus Afghanistan. Milliarden Pfund könnten eingespart und besser an den britischen Grenzen für den Schutz vor terroristischen Anschlägen verwendet werden, schrieb Howells im "Guardian". Howells war in der britischen Regierung zwischen 2005 und 2008 für Afghanistan zuständig und sitzt nun dem Geheimdienstausschuss des Parlaments vor.
Großbritannien hat rund 9000 Soldaten in Afghanistan im Einsatz, die Entsendung von 500 weiteren Soldaten ist geplant. Seit Beginn des Militäreinsatzes 2001 sind am Hindukusch 229 britische Soldaten ums Leben gekommen.
AFP
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